Wer seine Finanzbuchhaltung mit SAP Business One führt, hat die wichtigsten Daten für eine Liquiditätsplanung bereits im System — sie stehen nur nicht automatisch als wochengenaue Vorschau bereit. Liquiditätsplanung mit SAP Business One heißt in der Praxis: die richtigen Auswertungen aus SAP B1 holen und daraus eine rollierende 13-Wochen-Sicht bauen.
Dieser Leitfaden zeigt, welche Daten SAP Business One liefert, wie Sie die Geschäftspartner-Auswertungen exportieren und wie daraus eine belastbare Liquiditätsvorschau entsteht.
Was SAP Business One zur Liquidität liefert — und was nicht
SAP Business One ist stark in der laufenden Finanzbuchhaltung, im Vertrieb und in der Warenwirtschaft — und liefert darüber auch die Rohdaten für die Liquidität. Drei Bausteine sind relevant:
- Geschäftspartner-Auswertungen (OP-Bericht): die offenen Debitoren- und Kreditorenposten je Kunde und Lieferant — die Einzahlungs- und Auszahlungsseite der kommenden Wochen.
- Finanzberichte (Bilanz, GuV, Kontenblätter): der Blick auf Erfolg und Kontenentwicklung — nützlich, aber eine Ergebnis-, keine Zahlungssicht.
- Bankmodul/Zahlungsverkehr: die verbuchten Zahlungseingänge und -ausgänge je Bankkonto, sofern darüber abgewickelt wird.
Was SAP Business One im Standard nicht ersetzt, ist die wochengenaue, rollierende Vorschau: die Gegenüberstellung erwarteter Ein- und Auszahlungen pro Woche mit dem Bestand, über einen Quartalshorizont. Genau diese Sicht macht den Unterschied zwischen „die Auswertung stimmt“ und „ich sehe den Engpass, bevor er kommt“. Wie sie aufgebaut ist, erklärt der Leitfaden 13-Wochen-Liquiditätsplanung.
Geschäftspartner-Auswertungen aus SAP B1 exportieren
Die Basis jeder Planung sind die offenen Posten. Den OP-Bericht für Debitoren und Kreditoren erzeugen Sie über die Geschäftspartner-Auswertungen und exportieren ihn als Datei. Achten Sie dabei auf:
- Fälligkeitsdaten — sie bestimmen, in welcher Woche eine Zahlung erwartet wird. Ohne Fälligkeit keine wochengenaue Planung.
- Debitoren und Kreditoren getrennt — Forderungen sind die Einzahlungs-, Verbindlichkeiten die Auszahlungsseite.
- Ein wiederkehrendes Format — wenn die Auswertung jede Woche gleich aufgebaut ist, lässt sie sich ohne Nacharbeit weiterverarbeiten.
Mehr zur OP-Liste selbst — Aufbau, Debitoren vs. Kreditoren, Nutzung — steht im Leitfaden Offene-Posten-Liste.
Typische Stolpersteine — und wie Sie sie umgehen
An vier Stellen geht in der Praxis regelmäßig etwas schief, wenn aus SAP-B1-Auswertungen eine Liquiditätsvorschau werden soll:
- Fälligkeit ist nicht Zahlungseingang. Der OP-Bericht sagt, wann eine Rechnung fällig ist — nicht, wann der Kunde tatsächlich zahlt. Wer stur nach Fälligkeit plant, überschätzt die frühen Wochen systematisch. Realistischer ist es, das tatsächliche Zahlverhalten je Kunde einzurechnen; die Differenz lässt sich über die DSO-Berechnung beziffern.
- Skonto und Teilzahlungen verzerren Beträge. Ein offener Posten über den Bruttobetrag wird bei Skontozug niedriger beglichen; Teil- und Anzahlungen tauchen je nach Buchungspraxis unterschiedlich auf. Beides gehört einmal geklärt, sonst stimmt jede Woche „irgendetwas nicht“.
- Dauerzahlungen stehen oft nicht im OP-Bericht. Löhne, Steuern und Tilgungen laufen typischerweise ohne offene Rechnung — sie brauchen einen eigenen Terminplan neben dem Export. Aufpassen bei Miete und Leasing: Werden diese als Kreditorenrechnung gebucht, stehen sie bereits im OP-Bericht. In den Terminplan gehört nur, was dort nicht auftaucht — sonst zählt die Planung dieselbe Zahlung doppelt und zeichnet die Vorschau zu düster.
- Mehrere Firmendatenbanken bleiben getrennt. Führt jede Gesellschaft eine eigene SAP-B1-Datenbank, liegt auch jede OP-Auswertung zunächst separat vor. Für die konsolidierte Liquiditätssicht über mehrere Gesellschaften müssen die Listen zusammengeführt werden — sonst zeigt keine einzelne Auswertung den vollständigen Bestand.
Von der SAP-B1-Auswertung zur 13-Wochen-Vorschau
Aus den exportierten offenen Posten, den Dauer- und Terminzahlungen (Löhne, Miete, Steuern, Tilgung) und dem aktuellen Bankbestand entsteht die Wochenplanung: pro Woche Ein- minus Auszahlungen auf den Anfangsbestand, über 13 Wochen fortgeschrieben. Der tiefste Punkt der Kurve ist die Zahl, auf die es ankommt.
Der aufwendige Teil ist nicht die Planung selbst, sondern das wöchentliche Aktualisieren — neue Auswertung ziehen, Zahlungseingänge abgleichen, fortschreiben. Hier setzt LiquidityLens an: Über den Mapping-Assistenten mit vorbereiteter SAP-B1-Vorlage liest die Software Ihre Geschäftspartner-Auswertungen (offene Posten) direkt ein, prognostiziert die Zahlungseingänge aus den tatsächlichen Mustern und schreibt die 13-Wochen-Vorschau KI-gestützt fort — ohne Schnittstellenprojekt, aus den Daten, die in Ihrer Finanzbuchhaltung ohnehin entstehen. Führen Sie daneben auch DATEV, gilt derselbe Weg über die DATEV-Integration — beide Exporte lassen sich in derselben Vorschau konsolidieren.
LiquidityLens erstellt aus Ihren SAP-Business-One-Exporten und Kontobewegungen eine rollierende 13-Wochen-Vorschau — mit automatischer Kategorisierung und Tiefpunkt-Warnung.
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Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen zur Liquiditätsplanung mit SAP Business One haben wir am Ende dieser Seite zusammengefasst.