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Liquidität berechnen: Liquiditätsgrad 1, 2 und 3

Geben Sie Ihre Werte ein — die drei Liquiditätsgrade und ihre Einordnung erscheinen sofort. Darunter: alle Formeln, Richtwerte und ein Rechenbeispiel. Ohne Anmeldung, gerechnet direkt in Ihrem Browser.

Ihre Werte (€)
Liquiditätsgrad 1
Barliquidität — liquide Mittel ÷ kurzfr. Verbindlichkeiten
Liquiditätsgrad 2
+ kurzfristige Forderungen
Liquiditätsgrad 3
+ Vorräte

Richtwerte sind eine grobe Orientierung, kein starrer Grenzwert — sie unterscheiden sich je nach Branche. Die Liquiditätsgrade sind Stichtagsgrößen und sagen nichts über die kommenden Wochen; dafür braucht es eine wochengenaue Vorschau.

Die Formeln: Liquiditätsgrad 1, 2 und 3

Alle drei Liquiditätsgrade setzen kurzfristig verfügbares Vermögen ins Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten — sie unterscheiden sich nur darin, wie viel vom Umlaufvermögen mitgezählt wird.

Liquiditätsgrad 1 — Barliquidität (Cash Ratio)
Liquiditätsgrad 1 = liquide Mittel ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten × 100 %
Liquide Mittel = Kasse + Bankguthaben. Richtwert: ≥ 20 %.
Liquiditätsgrad 2 — einzugsbedingte Liquidität (Quick Ratio)
Liquiditätsgrad 2 = (liquide Mittel + kurzfr. Forderungen) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten × 100 %
Die wichtigste der drei Kennzahlen im Tagesgeschäft. Richtwert: ≥ 100 %.
Liquiditätsgrad 3 — umsatzbedingte Liquidität (Current Ratio)
Liquiditätsgrad 3 = (liquide Mittel + kurzfr. Forderungen + Vorräte) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten × 100 %
Vorräte müssen erst verkauft werden — Grad 3 ist daher die „weichste" Kennzahl. Richtwert: ≥ 120 %.

Rechenbeispiel

Ein Unternehmen hat zum Stichtag 120.000 € liquide Mittel, 240.000 € kurzfristige Forderungen, 180.000 € Vorräte und 300.000 € kurzfristige Verbindlichkeiten:

KennzahlRechnungErgebnis
Liquiditätsgrad 1120.000 ÷ 300.000 × 100 %40 %
Liquiditätsgrad 2(120.000 + 240.000) ÷ 300.000 × 100 %120 %
Liquiditätsgrad 3(120.000 + 240.000 + 180.000) ÷ 300.000 × 100 %180 %

Alle drei Werte liegen über den Richtwerten — zum Stichtag ist die Lage solide. Ob sie es in sechs Wochen noch ist, wenn Gehälter, Umsatzsteuer und Lieferanten fällig werden, zeigt erst eine wochengenaue Liquiditätsplanung.

Werte richtig einordnen

Die Richtwerte (20 / 100 / 120 %) sind Faustregeln, keine starren Grenzen: Ein Handelsunternehmen mit hohem Lagerumschlag lebt gut mit anderen Werten als ein Projektfertiger mit langen Zahlungszielen. Wichtiger als der einzelne Wert ist der Trend über mehrere Stichtage — und ob niedrige Grade schon Symptome eines Liquiditätsengpasses sind.

Wie die Grade mit Cash Ratio, Working Capital und weiteren Kennzahlen zusammenhängen, erklärt der Leitfaden Liquiditätskennzahlen; die Grundlagen zum Begriff selbst stehen in Was ist Liquidität?

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Liquiditätsgrade sind der Status — die 13-Wochen-Vorlage zeigt die Entwicklung: Wochenraster, Diagramm, Tiefpunkt-Warnung.

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Häufige Fragen zur Berechnung der Liquidität

Wie berechnet man die Liquidität eines Unternehmens?
Aus der Bilanz über die drei Liquiditätsgrade: Liquiditätsgrad 1 = liquide Mittel ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten × 100 %. Liquiditätsgrad 2 = (liquide Mittel + kurzfristige Forderungen) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten × 100 %. Liquiditätsgrad 3 = (liquide Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte) ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten × 100 %. Alle drei sind Stichtagsgrößen — für die kommenden Wochen braucht es zusätzlich eine Liquiditätsplanung.
Was ist die Formel für den Liquiditätsgrad 1?
Liquiditätsgrad 1 (Barliquidität, engl. Cash Ratio) = liquide Mittel ÷ kurzfristige Verbindlichkeiten × 100 %. Zu den liquiden Mitteln zählen Kassenbestand und Bankguthaben. Als grober Richtwert gelten ≥ 20 % — der sinnvolle Wert hängt aber stark von Branche und Zahlungszyklen ab.
Welcher Wert ist beim Liquiditätsgrad 2 gut?
Als Richtwert für den Liquiditätsgrad 2 (einzugsbedingte Liquidität, engl. Quick Ratio) gelten ≥ 100 %: Liquide Mittel plus kurzfristige Forderungen sollten die kurzfristigen Verbindlichkeiten decken. Werte deutlich darunter deuten auf einen möglichen Liquiditätsengpass hin, dauerhaft sehr hohe Werte auf ungenutztes Kapital.
Was ist der Unterschied zwischen Liquiditätsgrad 2 und 3?
Der Liquiditätsgrad 3 (umsatzbedingte Liquidität, engl. Current Ratio) rechnet zusätzlich die Vorräte zum Zähler hinzu. Da Vorräte erst verkauft werden müssen, bevor sie zu Geld werden, ist Grad 3 die „weichste" der drei Kennzahlen; als Richtwert gelten ≥ 120 %.
Warum reichen die Liquiditätsgrade allein nicht aus?
Die Liquiditätsgrade zeigen die Lage an einem einzigen Bilanzstichtag — sie sagen nichts darüber, ob in sechs Wochen eine Lücke entsteht, wenn Gehälter, Steuern und Lieferanten fällig werden. Dafür braucht es eine rollierende, wochengenaue Liquiditätsplanung, z. B. über 13 Wochen.
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